Entwurf für eine neue Hausordnung, 23.2.2017

Vorgeschlagene Änderungen mit Kommentar

Hausordnung der Wohnstadt Asemwald (aktuell gültige Fassung vom 10. Oktober 1985)

- Inhaltsverzeichnis

  1. Wohnungsnutzung
  2. Sauberhaltung der Anlage
  3. Müll und Abfälle
  4. Gemeinsame Waschanlagen
  5. Aufzüge
  6. Andere technische Einrichtungen
  7. Grünanlagen und Wald
  8. Ruhe
  9. Kinderspielplätze
  10. Tierhaltung
  11. Fahrzeuge
  12. Andere gemeinschaftlich genutzte Räume
  13. Hausmeister
  14. Inkrafttreten und Durchführung

Hausordnung der Wohnstadt Asemwald

Das Zusammenleben auf engem Raum erfordert von allen Rücksichtnahme und Toleranz sowie die Einhaltung einer bestimmten Ordnung. Dies gilt ganz besonders für die Beziehungen der Generationen zueinander. Einerseits sollen alle Älteren Verständnis aufbringen für Familien mit kleinen Kindern und für die Kinder selbst, andererseits müssen aber auch die Eltern ihre Kinder dazu anhalten, die notwendige Rücksicht auf Mitbewohner zu üben. Im Interesse eines fairen Wohnens geben sich die Wohnungseigentümer der Wohnstadt Asemwald die folgende Hausordnung, die neben dem Wohnungseigentumsgesetz und der Teilungserklärung für alle Bewohner der Wohnanlage verbindlich ist.

I. Wohnungsnutzung

  1. Die Wohnungen dürfen nur zu Wohnzwecken benutzt werden. Ein Beruf oder Gewerbe darf in einer Wohnung nur nach vorheriger Anmeldung beim Verwalter und nach schriftlicher Genehmigung durch diesen ausgeübt werden. Die Genehmigung durch den Verwalter wird im Einverständnis mit dem Verwaltungsbeirat oder in besonderen Fällen durch die Eigentümerversammlung stets widerruflich erteilt. Sie wird nicht erteilt oder kann widerrufen werden, wenn durch die Berufsausübung störender Publikumsverkehr, Lärmbelästigung, starke Verschmutzungen oder ähnliches zu erwarten sind bzw. aufgetreten sind.
  2. Veränderrungen an tragenden Bauteilen – z.B. Durchbrüche innerhalb der Wohnungen – bedürfen der schriftlichen Genehmigung durch den Verwalter im Einvernehmen mit dem Verwaltungsbeirat.
  3. Blumenkästen dürfen nur auf der Innenseite der Balkonbrüstungen angebracht werden. Es ist so vorsichtig zu gießen, das keine Beschädigungen oder Belästigungen entstehen.
  4. Futterkästen für Vögel müssen so angebracht werden, dass die darunterliegenden Balkone nicht verunreinigt werden.
  5. Grillen auf den Balkonen ist nicht erlaubt.
  6. Zum Trocknen aufgehängte Wäsche oder zum Lüften ausgelegte Betten dürfen von außen nicht sichtbar sein.
  7. Bei anhaltendem Frost haben die Wohnungseigentümer bzw. Mieter in ihren Räumen alle Vorkehrungen zu treffen, um das Einfrieren der Wasser-, Heizungs- und Abwasserleitungen zu verhindern.

II. Sauberhaltung der Anlage

  1. Eingangshallen, Treppenaufgänge, Aufzüge, Aufzugsvorhallen, Wasch- und Trocken- sowie Fahrradräume und Kellergänge werden durch ein Unternehmen bzw. den Hausmeister oder anderes bei der WEG angestelltes Personal gereinigt.
  2. Verunreinigungen jeder Art in den Häusern und in ihrer unmittelbaren Umgebung sowie auf den Fußwegen sind von dem Verursachern bzw. Tierhalter sofort zu beseitigen; auch dann, wenn die Verunreinigungen bei Umzug, Warenlieferung oder anderen Tätigkeiten entstehen.
  3. Die Reinigung überlassener Räume und ihrer Einrichtungen obliegt jedem Benutzer unmittelbar nach Benutzung dieser Räume.
  4. Schuhe dürfen weder im Treppenhaus noch in anderen zur gemeinsamen Benutzung verfügbaren Räumen geputzt oder abgestellt werden.
  5. Das Klopfen, Ausschütteln, Ausstauben usw. von Teppichen, Betten, Matratzen und ähnlichem in den Fluren und über die Balkonbrüstungen hinaus, sowie das Werfen von Gegenständen aller Art aus Fenstern oder von Balkonen ist nicht gestattet.
  6. Die Abstellplätze in den Tiefgaragen sind von den Wohnungseigentümern bzw. Mietern sauber zu halten. Verschmutzungen hat der Verursacher sofort zu beseitigen.

III. Müll und Abfälle

  1. Müll und Abfälle dürfen nur in die dafür vorgesehenen Behälter gegeben werden. Sperriger Kleinmüll und Kartons sind vor dem Einwerfen zu zerkleinern.
  2. Küchenabfall oder sonstiger Abfall, der zur Verstopfung der Rohrleitungen führen kann, darf nicht über das WC oder andere Abwasserleitungen abgeführt werden.
  3. Die bereitgestellten Müllbehälter müssen nach Gebrauch stets wieder geschlossen werden.
  4. Sofern Behälter für Sonderabfälle, z.B. Glas, Papier, Aluminium, aufgestellt sind, sollen diese auch ihrem Zweck entsprechend benutzt werden.
  5. Das Einwerfen von Müll und Abfällen in die Behälter ist von 21.00 bis 7.00 Uhr nicht erlaubt.
  6. Sperrmüll darf nicht in den Müllräumen abgestellt werden, sondern nur an den dafür bestimmten Tagen hinausgestellt werden. Verunreinigungen sollten dabei möglichst vermieden werden.

IV. Gemeinsame Waschanlagen

  1. Die Wasch- und Trockenräume sowie die Mangeln stehen an den Werktagen allen Bewohnern zur Verfügung. Der Eintrag in den ausgehängten Listen berechtigt zur Benutzung im angegebenen Zeitraum.
  2. Die Waschmaschinen, Mangeln und Schleudern dürfen in der Zeit von 20.00 bis 7.00 Uhr nicht benutzt werden.
  3. Das Waschen von Textilien, die bei der Haustierhaltung benutzt worden sind, ist in den gemeinschaftlichen Waschmaschinen aus hygienischen Gründen untersagt. Solche Textilien dürfen auch nicht in den allgemeinen Trockenräumen aufgehängt werden.

V. Aufzüge

  1. Die Aufzüge dienen zur Beförderung von Personen und Lasten im Rahmen der zulässigen Tragkraft.
  2. Zur Beförderung sperriger Lasten ist der Hausmeister zuzuziehen.
  3. Störungen an Aufzügen sind umgehend dem Hausmeister oder dem Verwalter zu melden, weil solche Störungen nur von besonders unterwiesenem Personal beseitigt werden dürfen.
  4. Die in den Aufzügen befindlichen Alarmanlagen dürfen nur in Notfällen benutzt werden.
  5. In den Aufzügen ist das Rauchen zu unterlassen.
  6. Kindern ist die Benutzung der Aufzüge nur in Begleitung Erwachsener gestattet. Die Eltern haften für ihre Kinder.

VI. Andere technischen Einrichtungen

  1. Alle technischen Einrichtungen, die der Gemeinschaft gehören (Klingelanlagen, Entlüftungssysteme in Küche, Bad und WC, Torantriebe usw.) dürfen nur ihrer Bestimmung entsprechend verwendet werden. Kosten, die durch eigenmächtige Änderungen oder missbräuchliche Benutzung entstehen, sind vom Verursacher zu tragen. Dies gilt sinngemäß auch für Wandelemente, die Gemeinschaftseigentum sind.
  2. Für die Beschaffung der einheitlichen Namensschilder für Klingelanlage, Briefkästen und Wohnungstür sowie für die Beschaffung von Ersatzschlüsseln sind die Hausmeister zuständig.
  3. Reparaturen an Teilen der Heizanlage sowie an Teilen der Gemeinschaftsantennenanlage dürfen nur im Einverständnis mit dem Verwalter an die von ihm benannten Firmen in Auftrag gegeben werden. Änderungen an diesen Anlagen bedürfen der schriftlichen Genehmigung des Verwalters. Die Benutzer der Antennenanlage sind verpflichtet, für den Betrieb ihrer Fernseh- und Rundfunkgeräte nur Originalanschlußkabel zu verwenden.

VII. Grünanlagen und Wald

  1. Die Grünanlagen und der Wald sind pfleglich zu behandeln.
  2. Es ist verboten, auf den Fußwegen mit Kraftfahrzeugen aller Art, außer motorgetriebenen Krankenfahrstühlen, zu fahren oder diese dort abzustellen. Auf den überdachten Fußwegen ist auch das Fahren mit Fahrrädern zu unterlassen.
  3. Im Bereich der Grünanlagen und im Wald sind Fußgänger bevorrechtigt.

VIII. Ruhe

  1. Ruhestörende Tätigkeiten in und außer Haus sind in der Zeit von 13.00 bis 15.00 Uhr und von 19.00 bis 8.00 zu unterlassen.
  2. An Sonn- und Feiertagen sowie an Samstagen ab 13.00 Uhr sind Bohren, Klopfen, Sägen und andere Tätigkeiten ähnlicher Lautstärke ganz zu unterlassen.

IX. Kinderspielplätze

  1. Die Kinder sollen die für sie bestimmten und ausgestalteten Spielplätze benutzen.
  2. Spielplätze, die nur für Kleinkinder bestimmt sind, sollen nicht von größeren Kindern benutzt werden, damit die Kleinen in Ruhe mit Altersgleichen spielen können.
  3. Für Ballspiele ist der Platz hinter der Tennisanlage bestimmt. Auf dem Rasen soll nicht Fußball gespielt werden.
  4. Die Eltern sind verpflichtet, ihre Kinder auf die Einhaltung der Hausordnung und der Ruhezeiten hinzuweisen.

X. Tierhaltung

  1. Tiere dürfen nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Verwalters – die stets widerruflich erteilt wird – gehalten werden.
  2. Durch Tiere verursachte Verunreinigungen oder Belästigungen im Haus oder in unmittelbarer Nähe eines Hauses und auf allen Gehwegen der Wohnanlage sind vom Tierhalter umgehend zu beseitigen. Weigert er sich diese Verunreinigungen oder Belästigungen zu beseitigen, wird die Genehmigung zur Tierhaltung widerrufen.
  3. Innerhalb des Hauses, in den Tiefgaragen und in der Nähe der Gebäude sind Tiere an der Leine zu führen oder anderweitig zu sichern.
  4. Kinderspielplätze, Waschräume, Trockenräume und ähnliche Anlagen sind für Tiere gesperrt.
  5. Das Halten von Tieren darf nicht zu Geruchs- oder Lärmbelästigungen führen.

XI. Fahrzeuge

  1. Der gesamte Bereich der Wohnstadt gilt als Wohnbereich, d.h. Kraftfahrzeuge sollen Schritt fahren. Die Verkehrsflächen vor Block B und C ist verkehrsberuhigter Bereich nach StVO mit den dafür gültigen Vorschriften.
  2. In den Tiefgaragen und den Zufahrten gilt entsprechend der StVO die Verkehrsregel „rechts vor links“!
  3. Lärmbelästigungen durch die Benutzung von Kraftfahrzeugen ist zu vermeiden.
  4. Parken ist auf der Fahrbahn und vor allem in und vor den Feuergassen verboten. Auf den gekennzeichneten Abstellplätzen soll nicht länger als 30 Minuten*) geparkt werden. Im verkehrsberuhigten Bereich vor Block B und C gelten die Vorschriften der StVO. In den Verbotszonen widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge können kostenpflichtig abgeschleppt werden. Besucher sind auf die Parkplätze entlang der Ohnholdstrasse*) hinzuweisen.
  5. Wohnungseigentümer bzw. Mieter sind verpflichtet, ihr Kraftfahrzeug regelmäßig auf dem zu ihrer Wohnung gehörenden Abstellplatz in den Tiefgaragen abzustellen. Auf den Fahrbahnen der Tiefgarage dürfen keine Fahrzeuge abgestellt werden.
  6. Wegen Brand- und Explosionsgefahr ist in den Tiefgaragen von der Feuerpolizei untersagt:
    6.1 das Rauchen sowie die Benutzung von offenem Licht und Feuer;
    6.2 die Aufbewahrung sowie das Umfüllen oder Ablassen von Kraftstoff, Öl oder anderen brennbaren Stoffen;
    6.3 die Aufbewahrung von Kraftstoff- und Ölbehältern sowie anderer brennbarer Gegenstände;
    6.4 das Abstellen von Kraftfahrzeugen, die Kraftstoff oder Öl verlieren.
  7. Auf den Abstellplätzen in den Tiefgaragen dürfen nur die für den normalen Gebrauch erforderlichen Zusatz-, Reparatur- und Ersatzteile für das abgestellte Kraftfahrzeug aufbewahrt werden.
  8. Garagenboxen in den Tiefgaragen sollten möglichst einheitlich gestaltet werden. Aus Sicherheitsgründen sind gemauerte oder andere feste Wände, die die Sicht oder die Luftzirkulation behindern, sowie brennbare Tore und Wände nicht zulässig. Die Bestimmungen für Großgaragen sind einzuhalten.

XII. Andere gemeinschaftlich genutzten Räume

  1. Gegenstände aller Art (Hausrat, Sportgerät, Spielzeug u.ä.) dürfen in den Fluchtwegen – z.B. Aufzugsvorplätzen, Treppenaufgängen, Fluchtbalkonen – sowie im Mezzanin nicht abgestellt werden.
  2. In den Fahrradräumen dürfen nur Fahrräder, Roller und ähnliche nicht motorgetriebene Geräte abgestellt werden, die laufend in Benutzung sind. Dauernd nicht genutzte Fahrzeuge müssen von dort entfernt werden.
  3. In den Fahrradräumen und in den Tiefgaragen sowie in anderen gemeinschaftlich genutzten Räumen ist das Waschen und Reparieren von Fahrzeugen nicht erlaubt.
  4. Die Kellerfenster sind in der kalten Jahreszeit grundsätzlich geschlossen zu halten. Kurzzeitiges Lüften ist jedoch erlaubt.
  5. Rauchen und die Verwendung von offenem Feuer oder Licht ist in den Kellerräumen nicht gestattet.
  6. Für die Benutzung des Schwimmbades gilt die dafür aufgestellte Badeordnung, die im Schwimmbad ausgehängt ist.
  7. In den Gemeinschaftsräumen, Kellern und Tiefgaragen dürfen Kühlgeräte oder andere Elektrogeräte nur dann betrieben werden, wenn dies vorher vom Verwalter genehmigt wurde und eine entsprechende Vergütung des Stromverbrauchs festgelegt ist. Für Geräte, die ohne Genehmigung betrieben werden, werden Kosten nach einem angenommenen Höchstverbrauch und Verbrauchszeitraum nachbelastet.
  8. Für eine außerordentliche Benutzung von Gemeinschaftseigentum wie z.B. Umzug können Gebühren erhoben werden. Diese werden vom Verwalter im Einvernehmen mit dem Verwaltungsbeirat festgelegt und vom Verwalter eingezogen.
  9. Jeder Bewohner der Wohnstadt Asemwald ist verpflichtet, Schäden an den Gebäuden oder an anderen Gemeinschaftsanlagen umgehend dem Verwalter oder einem Hausmeister zu melden.

XIII. Hausmeister

  1. Die Hausmeister sind Angestellte der WEG. Sie erhalten ihre Dienstanweisungen vom Verwalter.
  2. Die Hausmeister sind montags bis freitags von 11.30 bis 12.00 in ihrem Büro oder telefonisch unter 7 26 19 91 zu erreichen. Über diesen Anschluß ist in Notfällen auch außerhalb der Arbeitszeit der Bereitschaftsdienst zu erreichen.

XIV. Inkrafttreten und Durchführung

  1. Diese Hausordnung tritt am 1.1.1986 in Kraft
  2. Der Verwalter lässt die Hausordnung in genügender Stückzahl drucken. Jeder Wohnungseigentümer erhält ein Exemplar. Für weiteren Bedarf, z.B. bei der Vermietung, hält der Verwalter eine größere Anzahl der Drucke vorrätig.
  3. Bei Vermietungen muß der Vermieter diese Hausordnung zum verbindlichen Bestandteil des Mietvertrages machen und sie seinem Mieter aus dem Bestand des Verwalters vor Einzug aushändigen. Bei bereits bestehenden Mietverhältnissen ist dies nachzuholen.
  4. Bei Vermietung an Ausländer mit unzureichenden Deutschkenntnissen ist es Sache des Vermieters, dem Mieter eine übersetzte Hausordnung zu beschaffen. Der Verwalter wird ihn, soweit möglich, dabei unterstützen.
  5. Alle obengenannten Bestimmungen gelten sinngemäß auch für Pachtverträge.
  6. Kosten, die der Gemeinschaft durch Nichtbeachtung dieser Hausordnung entstehen, auch als Arbeitszeit der Hausmeister, sind von dem betreffenden Wohnungseigentümer oder Mieter zu ersetzen.
  7. Laut Wohnungseigentumsgesetz ist der Verwalter berechtigt und verpflichtet, für die Durchführung der Hausordnung zu sorgen. Er wird von den Hausmeistern unterstützt.

Stuttgart, den 10.Oktober 1985

*) Zeit bzw. Name aktualisiert